In der Reihe „Zwischen den Zeilen“ geht es um das, was man in keinem Tutorial findet: die Haltung, Denkweise und Verantwortung, die einen echten Entwickler ausmachen. Hier reflektiere ich über professionelle Entscheidungen, ethisches Handeln, Zusammenarbeit im Team und den menschlichen Aspekt der Softwareentwicklung – über das, was zwischen den Zeilen des Codes verborgen liegt und doch entscheidend für Qualitaet, Vertrauen und echtes Handwerk ist.
Du hast angefangen, Java beruflich zu lernen, arbeitest dich durch Code, Tools, Fehlermeldungen, Reviews und neue Begriffe. Irgendwann kommt fast automatisch die Frage: Muss ich jetzt nach Feierabend auch noch programmieren, damit ich gut werde?
Die ehrliche Antwort ist: Nein, du musst nicht. Aber es kann helfen. Der Unterschied liegt darin, ob du aus Interesse und mit einem gesunden Maß programmierst oder ob du dir nach einem vollen Arbeitstag noch ein zweites Pflichtprogramm auflädst. Weiterlesen
Zugegeben: Der Titel klingt etwas hart und Fragen stellen klingt eigentlich auch sehr banal. Und gerade am Anfang wirkt es fast zu einfach, um darüber zu schreiben. Du kommst nicht weiter, also fragst du jemanden. Fertig.
Im echten Entwickleralltag ist es selten so sauber. Du sitzt vor IntelliJ, dein WildFly startet nicht sauber, Maven wirft dir eine Fehlermeldung entgegen, Git hat wieder irgendwas mit deinem Branch gemacht und die Kollegen neben dir sind sichtbar unter Druck. Einer telefoniert, einer flucht leise über ein Deployment, jemand rennt gleich ins nächste Meeting. Und irgendwo dazwischen stehst du mit einer Frage, die für dich gerade wichtig ist, für andere aber vielleicht wie eine Kleinigkeit wirkt. Weiterlesen
Gerade am Anfang fühlt sich Programmieren oft größer an, als es eigentlich ist. Du öffnest IntelliJ, siehst ein Java-Projekt mit mehreren Packages, Maven-Konfiguration, vielleicht noch WildFly, Datenbankzugriff, Git-Branches und Fehlermeldungen, die länger sind als der eigentliche Code. Dann sitzt du davor und denkst: Alle anderen verstehen das. Nur ich nicht. Weiterlesen
KI ist bequem. Sehr bequem sogar. Du beschreibst ein Problem, bekommst eine Antwort, kopierst vielleicht noch ein Code-Beispiel und bist erst einmal weiter. Gerade beim Einstieg in Java fühlt sich das oft wie eine Abkürzung an. Und ja, manchmal ist es auch eine. Wenn du gerade nicht weisst, wie eine for-Schleife aufgebaut ist, was eine NullPointerException bedeutet oder warum Maven eine Dependency nicht findet, kann dir KI schnell eine erste Richtung geben.
Das Problem beginnt dort, wo diese Richtung zur einzigen Quelle wird. Weiterlesen
Feedback gehört zur Softwareentwicklung dazu. Nicht als nettes Extra, sondern als fester Bestandteil davon, wie Code besser wird und wie Menschen besser werden. Gerade am Anfang fühlt sich Kritik oft persönlicher an, als sie gemeint ist. Du schreibst eine Klasse, öffnest einen Pull Request, bekommst Kommentare zurück und plötzlich wirkt es so, als würde jemand deine komplette Arbeitsweise infrage stellen. Weiterlesen
Wie ein Entwickler zu denken bedeutet nicht, dass du besonders schlau sein musst oder dass du schon auf jede Frage eine Antwort hast. Es bedeutet vor allem, wie du an Probleme herangehst. Gerade in Java merkst du ziemlich schnell, dass sauberes Denken oft wichtiger ist als das Auswendiglernen von Syntax. Ob du mit einer kleinen Konsolenanwendung arbeitest, eine REST-Schnittstelle in JavaEE baust oder zum ersten Mal mit Maven, Git und IntelliJ klarkommen willst: Am Ende zählt nicht nur, dass etwas irgendwie läuft, sondern dass du verstehst, warum es läuft oder warum es gerade nicht läuft. Weiterlesen
Es gibt in der Entwicklung einen Moment, der ziemlich weh tun kann. Du sitzt vor deinem Code, liest zum dritten Mal dieselbe Fehlermeldung, klickst dich durch Klassen, Methoden und Konfigurationen und plötzlich ist er da, dieser Gedanke: Ich kann nix. Vielleicht kommt direkt noch mehr dazu. Vielleicht fragst du dich, ob du den falschen Beruf gewählt hast. Ob die anderen viel weiter sind. Ob du irgendwas Grundlegendes nicht verstanden hast. Weiterlesen
Produktiv zu arbeiten hat am Anfang wenig mit Geschwindigkeit zu tun. Es geht nicht darum, möglichst viele Zeilen Code zu schreiben oder in kurzer Zeit jedes neue Framework mitzunehmen. Produktiv bist du dann, wenn du mit klarem Kopf an einer Sache arbeitest, Fehler nachvollziehen kannst und am Ende des Tages weißt, was du geschafft hast. Genau das ist im Alltag oft schwieriger als gedacht. Nachrichten ploppen auf, irgendwo läuft Musik, jemand stellt dir eine Frage, du springst zwischen Tabs hin und her und plötzlich sind zwei Stunden weg, ohne dass du wirklich tief in einem Problem warst. Weiterlesen

Hi, ich bin Marcel!
Als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und IHK-geprüfter Ausbilder teile ich auf meinem Blog Grundlagen- und Fortgeschrittenen-Wissen für angehende Entwickler*innen und Interessierte, sowie weitere spannende Themen aus der IT.